IOTA - Die Währung des Internet-of-Things

    Erstellt: 02.01.2018 | Aktualisiert: 15.01.2018

    IOTA definiert sich als das Rückgrat des „Internet-of-Things“. Wir wollen uns ansehen wie IOTA funktioniert und welche Besonderheiten es bei IOTA gibt.

    IOTA - Die Währung des Internet-of-Things • Kryptowährungen

    Was ist IOTA?

    IOTA konzentriert sich auf das Internet-der-Dinge (Internet-of-Things, IoT) und möchte mit ihrer Technologie die Abwicklung von Transaktionen zwischen Maschinen vereinfachen. Dazu ermöglicht IOTA einerseits extrem kleine Transaktionen, da keine Transaktionsgebühren anfallen. Durch den Einsatz eines „Tangle“ anstelle einer Blockchain wird auch eine sehr schnelle Transaktionszeit und extrem hohe Skalierung erreicht.

    Ein typisches Beispiel für den praktischen Einsatz von IOTA wäre zum Beispiel eine automatische Transaktion der Parkgebühren vom Auto an die Parkleitstelle beim Verlassen des Parkhauses.

    Was bedeutet IOTA?

    Der Name IOTA leitet sich vom griechischen Buchstaben Iota ab, welcher auch in der Bedeutung „etwas ganz kleines“ verwendet wird und damit eine Kerneigenschaft von IOTA aufzeigt – die Möglichkeit von Mikrotransaktionen. Außerdem kann man IOTA auch Zusammenziehung von Internet-of-Things (IOT) und Tangle, dem Grundprinzip von IOTA, sehen.

    Geschichte

    Die Gründung von IOTA erfolgte im Jahr 2015 von David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener, and Dr. Serguei Popov. Die mathematischen Grundlagen wurden von Serguei Popov gelegt und die Programmierung wurde von Sergey Ivancheglo und Dominik Schiener umgesetzt. Die Leitung des Projektes erfolgt von David Sønstebø.

    Im Dezember 2015 wurden bei einem ICO alle IOTA Tokens verteilt und dafür 1337 Bitcoins für das Projekt eingesammelt.

    Das IOTA Netzwerk wurde am 11. Juli 2016 gestartet.

    Die Listung von IOTA begann im Juni 2017 auf der Handelsbörse Bitfinex und startete mit 0,64 USD/MIOTA (einer Million IOTA).

    Im November 2017 wurde die IOTA Foundation als gemeinnützige Organisation in Deutschland registriert und nutzte dazu eine Spende von 5% aller IOTAs der Gemeinschaft.

    Funktionsweise

    Im Gegensatz zu den meisten anderen Kryptowährungen benutzt IOTA keine Blockchain in der alle Transaktionen abgespeichert sind, sondern ein Tangle. Das Tangle ist ein sogenannter gerichteter azyklischer Graph (DAG).

    Wenn im IOTA Netzwerk eine Transaktion von einem Benutzer ge-macht wird, dann muss der Benutzer dafür zwei andere Transaktionen überprüfen. Diese zwei Transaktionen werden zufällig ausgewählt und wenn genug Überprüfungen von Benutzern durchgeführt wurde, dann gilt die Transaktion als bestätigt.

    Zusätzlich gibt es derzeit noch einen zentralen Koordinator, welcher als temporäre Lösung gesehen wird um die Sicherheit der Bestätigungen und des Netzwerkes zu prüfen. Dieser Koordinator soll bei einem entsprechend hohen Transaktionsaufkommen deaktiviert werden.

    Auf Grund der Funktionsweise des Tangle skaliert das IOTA Netzwerk umso besser, je mehr Transaktionen ausgeführt werden und hat damit einen massiven Skalierungsvorteil.

    Mining im IOTA Netzwerk

    Im IOTA Netzwerk gibt es kein Mining, das heißt alle IOTA Tokens stehen bereits seit Beginn zur Verfügung und es gibt keine neue erstellten Tokens.

    Transaktionsgebühren bei IOTA

    Im IOTA Netzwerk gibt es auch keine Transaktionsgebühren beim Durchführen einer Transaktion. Dies ist wichtig um auch Transaktionen mit extrem kleine Beträgen, sogenannte Microtransaktionen, durchzuführen. Besonders für das Internet-of-Things, in dem sehr viele kleine Rechner arbeiten, ist das ein entscheidender Vorteil.

    Eine weitere interessante Besonderheit im IOTA Netzwerk ist die Ver-wendung von ternärer Logik anstatt binärer Login. Die Verwendung ternärer Logik bietet theoretisch einige Vorteile und soll bei der von IOTA geplanten eigenen Hardware zur Geltung kommen. Derzeit ist jedoch die Konvertierung von binärer Logik in ternäre Logik in Software nötig, da praktisch alle vorhandenen Systeme binär arbeiten.

    Über die Trusted IOT Alliance arbeiten große Unternehmen, wie Microsoft, Accenture, Fujitus und Bosch arbeiten bereits mit IOTA wobei eine Pressenachricht der Zusammenarbeit mit Microsoft einen großen Anstieg und dann Absturz des Wechselkurses verursacht hat.

    Bei IOTA wird für die Verifizierung von Transaktionen ein sehr einfacher Proof-of-Work Algorithmus genutzt, damit dieser auch auf normalen Computern ausgeführt werden kann. Speziell im Bereich des IoT sind die eingesetzten Computer meistens jedoch extrem schwach ausgelegt und daher gibt es auch die Möglichkeit den Proof-of-Work Algorithmus auf einem ausgelagerten Server durchführen zu lassen.

    Interessante Infos

    IOTA hat zu Beginn auf einen eigenen Hash Algorithmus namens Curl aufgebaut. Die Verwendung eines nicht lange und öffentlich geprüften Hash Algorithmus ist prinzipiell keine besonders gute Idee und wurde auch durch die MIT Digital Currency Initiative eine genauer Überprüfung unterzogen und dabei wurden eklatante Schwächen entdeckt. Es stellte sich heraus, dass es bei diesem Hash Algorithmus relativ einfach ist Kollisionen zu erzeugen, also den gleichen Hashwert bei unterschiedlichen Eingabewerten.

    IOTA hat am 7. August 2017 einen Hardfork ausgeführt um das Sicherheitsproblem zu beheben. Dafür war es auch notwendig, dass alle Benutzer welcher IOTA in ihrem Wallet hatten, dieses entsprechend aktualisieren mussten. IOTA setzt seither anstatt ihres eigenen Curl Algorithmus einen Keccak (SHA-3) Algorithmus ein.

    Praktisch wurden diese Schwächen nie ausgenutzt und durch den Einsatz eines zentralen Koordinators auch stark limitiert.

    Die Erklärungen zu dem entdeckten Fehler und der Behebung waren jedoch sehr unglücklich gewählt und es stellt sich daher prinzipiell die Frage wie vertrauensvoll man mit IOTA generell umgehen soll.

    Interessant ist auch, dass eine typische Transaktion in IOTA 10KB groß ist, was insbesondere ungünstig ist, da IOTA speziell auf Komponenten mit wenig Speicher laufen soll. Bei Bitcoin ist die durchschnittliche Größe im Bereich von 500-600 Byte, also gerade einmal 5% einer typischen IOTA Transaktion.

    IOTA selbst sagt, dass die Software noch im Betastadium ist (wie alle anderen auch) und man daher seinen „gesunden Menschenverstand“ beim Einsatz von IOTA walten lassen soll.

    Einschätzung (Anfang 2018)

    Die technischen Eigenschaften von IOTA sind sehr interessant und zum großen Teil für den boomenden Bereich IoT ausgelegt. Allerdings gibt es bei IOTA doch einige Faktoren die ein erhöhtes Risiko beinhalten. Besonders der Umgang mit der Sicherheitsschwäche des alten Curl Algorithmus und der zentralisierte Koordinator bergen einige Risiken.

    Andererseits ist eine große Akzeptanz von führenden Unternehmen zu sehen und auch eine gute Platzierung im Markt der Kryptowährungen.

    Weitere Kryptowährungen

    In einem ähnlichen Bereich wie IOTA sind auch Byteball Bytes und HDAC (Hyundai Digital Asset Currency) von Hyundai anzusiedeln.

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